In jedem Zimmer sind maximal zwei Personen untergebracht. Die Küchen und Aufenthaltsräume werden von den BewohnerInnen gemeinsam genützt. Gegenseitige Rücksichtsnahme und Toleranz sind notwendig, um das Zusammenleben auf engem Raum konfliktfrei zu gestalten.
Zusätzlich gibt es im Haus einen Erste-Hilfe-Raum und eine Waschküche. An der Installierung eines Musikzimmers und einer kleinen Bibliothek mit Computern wird gearbeitet. Bei schönerem Wetter steht auch der Hof und die große Wiese neben dem Gebäude für Aktivitäten zur Verfügung.
Die zentrale Anlaufstelle des Hauses Winkeläckerweg bilden zwei Büros, in denen rund um die Uhr immer mindestens zwei MitarbeiterInnen des Samariterbundes anwesend sind.
Die bis zu 150 BewohnerInnen des Winkeläckerweges sind Menschen aller Altersgruppen und verschiedenster Nationalitäten. Hier sind ausschließlich Familien untergebracht, wobei der Anteil der Kinder und Jugendlichen über 60% ausmacht. Die Tagesgestaltung Das Betreuungsteam bemüht sich, den BewohnerInnen ein „normales" und selbstbestimmtes Alltagsleben zu ermöglichen.
Ein wesentlicher Beitrag zur größtmöglichen Selbstständigkeit und somit Eigenverantwortung der BewohnerInnen besteht darin, dass diese ihre Lebensmittel selbst einkaufen und ihre Mahlzeiten eigenständig zubereiten können.
Dieser für manche wohl selbstverständlich erscheinende Umstand ist in vielen Betreuungseinrichtungen oftmals aufgrund räumlicher Gegebenheiten nicht möglich.
Eine besondere Herausforderung besteht darin, entsprechende Angebote zur Tagesgestaltung zu schaffen, da den AsylwerberInnen leider die Möglichkeit zu arbeiten gänzlich untersagt ist.
Um einen Ausgleich zu den Alltagstätigkeiten wie Einkaufen, Wäsche waschen, Reinigung der Zimmer oder Kinderbetreuung zu schaffen, bemühen sich die MitarbeiterInnen des Samariterbundes Freizeitangebote für die BewohnerInnen zu organisieren.
Regelmäßig finden zwei Deutschkurse statt. Zwei Mal im Monat gehen die Kinder gemeinsam mit einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin Schwimmen ins Hallenbad Floridsdorf. Ein engangierter Anrainer organisierte einen Ausflug in den Tiergarten Schönbrunn.
Dank einiger Spenden wird eine kleine Bibliothek und ein Zimmer mit Musikinstrumenten eingerichtet. Zusätzlich bietet ein Mitarbeiter jeden Mittwoch von 15-17 Uhr Musikunterricht an.
Studenten der Sozialakademie Freytaggasse kümmern sich im Rahmen eines Projektes um die BewohnerInnen: Zeichnen, Basteln, gemeinsames Kochen und viele andere Aktivitäten werden mit den Kindern und Erwachsenen geplant und umgesetzt.
Frauen der angrenzenden Kleingartenanlagen sind dabei, eine Frauengruppe für gemeinsames Basteln und Handarbeiten zu gründen.
Fortsetzung folgt?
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